Informationen zum Unfallschwerpunkt
Bundesstraße B275, "Todesstreifen Ortenberg"

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Am Marktplatz kommt man leicht unter die Räder

Sicher kennen Sie das: Wann immer Sie rund um den Marktplatz zu Fuß unterwegs sind, erleben Sie brenzlige Situationen. Zum Beispiel an der Ecke zwischen Post und Apotheke. Da werden öfters Leute beinahe über den Haufen gefahren. Oder der Zebrastreifen vor der Pizzeria. Wenn man von dort aus den Marktplatz betritt, dann weiß man nie, wo man eigentlich entlang gehen soll. Aus allen Richtungen können Fahrzeuge kommen. Oder wenn man vom Rathaus zur Apotheke geht. Der schmale Fußweg hat keine Bordsteinkante. Oft ist er zugeparkt. Dann muss man entweder auf die Strasse ausweichen oder sich zwischen Fahrzeug und Efeu durchquetschen. Weiter Richtung Herm kommt neue Gefahr. Autos weichen hier gern auf die Haltestelle und den Fußgängerbereich aus, um ungebremst an Linksabbiegern vorbei zu kommen. Versucht man, von hier aus Richtung Post die Strasse zu überqueren, dann begibt man sich vollends in Lebensgefahr.

Der Magistrat kennt die Gefahren...

Mehr als 5 Unfälle in diesem Bereich sind uns bekannt. Dabei wurden sechs Fußgänger schwer verletzt. Eine weitere Fußgängerin kam zu Tode. Wahrscheinlich gibt es noch weit mehr Zwischenfälle mit Leichtverletzten, von denen man nichts hört. Und auf diesem Minenfeld bewegen sich täglich Hunderte Schul- und Kindergartenkinder. Vier Bushaltestellen liegen im Bereich des Marktplatzes. Alle weisen gravierende Sicherheitsmängel auf und entsprechen nicht den Vorschriften. Sachverständige haben die Unfallgefahren bestätigt und Änderungen angemahnt. Die Mängel sind den Verantwortlichen der Stadt bekannt. Stadtrat Apel bestätigt, dass der Magistrat nach Lösungen sucht (siehe Rückseite). Dennoch wird nichts unternommen, die Sicherheit zu verbessern. Im Gegenteil.

...verschärft die Situation....

Über Nacht verschwanden die Kennzeichnungen der Haltestelle hinter dem Kiosk Hemmschuh. Das war die einzige Haltestelle, die den Schul- und Kindergartenkindern ausreichende Sicherheit bot. Seit die Haltestellenschilder und die Parkverbote fehlen, fahren dennoch Busse den Marktplatz an. Denn kein Busfahrer kann verantworten, kleine Kinder an der Bundesstraße aussteigen zu lassen. Aber jetzt ist der Marktplatz zugeparkt und die Busfahrer müssen selbst zusehen wo sie halten können.

Es ist das reine Chaos. Eine unerträgliche Gefahr für Fußgänger und Fahrgäste. Und vollkommen unnötig. Denn allein die Stadt Ortenberg ist für Festlegung und Markierung der Bushaltestellen verantwortlich.

...und mahnt zur Geduld!

Am 14.2.2004 haben sieben gewählte Elternvertreter sämtlicher Ortenberger Schulen und Kindergärten ein Schreiben an den Magistrat gerichtet und Lösungsvorschläge unterbreitet. Als Sofortmaßnahme zur Gefahrenabwehr wird die Verlegung der Bushaltestellen auf den Marktplatz verlangt. Stadtrat Apel hat geantwortet, es seien so viele Interessen zu wahren. Man müsse Geduld haben. Es sei „nicht immer sofort eine einigermaßen befriedigende Lösung für alle Beteiligten zu erreichen“. Was können das für Interessen sein? so fragt sich der normale Bürger. Von Dritten veranlasste Ortsbegehungen finden statt. Sachverständige und Verkehrsexperten schlagen Lösungen vor und übergeordnete Instanzen wie die Unfallkommission des Landes Hessen fordern Maßnahmen bzw. müssen sie sogar anordnen. Die Stadt Ortenberg realisiert sie nicht. Welche Interessen wiegen so schwer, dass man Leben und Gesundheit unserer Kinder, Erwachsenen und alten Menschen aufs Spiel setzt? Welche Interessen wiegen so schwer, dass jahrelang sinnvolle Lösungsvorschläge blockiert werden?

Welche Interessen vertritt der Magistrat eigentlich?

Sind es Interessen des Allgemeinwohls? Oder Interessen von Einzelpersonen? Das weitere Verhalten unserer gewählten Volksvertreter wird diese Fragen beantworten.

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:
Stefan Reichelt, Christina Schatz, Susanne Naumann,
Cornelia Kreher, Jürgen Langer, Hans Jörg Engfeld,
Jutta Seemann

 

 

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