Das Flugblatt zum Thema
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Am Marktplatz kommt man leicht unter die Räder
Sicher
kennen Sie das: Wann immer Sie rund um den Marktplatz zu
Fuß unterwegs sind, erleben Sie brenzlige Situationen. Zum
Beispiel an der Ecke zwischen Post und Apotheke. Da werden
öfters Leute beinahe über den Haufen gefahren. Oder der
Zebrastreifen vor der Pizzeria. Wenn man von dort aus den
Marktplatz betritt, dann weiß man nie, wo man eigentlich
entlang gehen soll. Aus allen Richtungen können Fahrzeuge
kommen. Oder wenn man vom Rathaus zur Apotheke geht. Der
schmale Fußweg hat keine Bordsteinkante. Oft ist er zugeparkt.
Dann muss man entweder auf die Strasse ausweichen oder sich
zwischen Fahrzeug und Efeu durchquetschen. Weiter Richtung
Herm kommt neue Gefahr. Autos weichen hier gern auf die
Haltestelle und den Fußgängerbereich aus, um ungebremst
an Linksabbiegern vorbei zu kommen. Versucht man, von hier
aus Richtung Post die Strasse zu überqueren, dann begibt
man sich vollends in Lebensgefahr.
Der Magistrat kennt
die Gefahren...
Mehr
als 5 Unfälle in diesem Bereich sind uns bekannt. Dabei
wurden sechs Fußgänger schwer verletzt. Eine weitere Fußgängerin
kam zu Tode. Wahrscheinlich gibt es noch weit mehr Zwischenfälle
mit Leichtverletzten, von denen man nichts hört. Und auf
diesem Minenfeld bewegen sich täglich Hunderte Schul- und
Kindergartenkinder. Vier Bushaltestellen liegen im Bereich
des Marktplatzes. Alle weisen gravierende Sicherheitsmängel
auf und entsprechen nicht den Vorschriften. Sachverständige
haben die Unfallgefahren bestätigt und Änderungen angemahnt.
Die Mängel sind den Verantwortlichen der Stadt bekannt.
Stadtrat Apel bestätigt, dass der Magistrat nach Lösungen
sucht (siehe Rückseite). Dennoch wird nichts unternommen,
die Sicherheit zu verbessern. Im Gegenteil.
...verschärft
die Situation....
Über
Nacht verschwanden die Kennzeichnungen der Haltestelle hinter
dem Kiosk Hemmschuh. Das war die einzige Haltestelle, die
den Schul- und Kindergartenkindern ausreichende Sicherheit
bot. Seit die Haltestellenschilder und die Parkverbote fehlen,
fahren dennoch Busse den Marktplatz an. Denn kein Busfahrer
kann verantworten, kleine Kinder an der Bundesstraße aussteigen
zu lassen. Aber jetzt ist der Marktplatz zugeparkt und die
Busfahrer müssen selbst zusehen wo sie halten können.
Es ist
das reine Chaos. Eine unerträgliche Gefahr für Fußgänger und Fahrgäste. Und vollkommen unnötig. Denn allein die Stadt Ortenberg ist für Festlegung
und Markierung der Bushaltestellen verantwortlich.
...und
mahnt zur Geduld!
Am 14.2.2004 haben sieben gewählte
Elternvertreter sämtlicher Ortenberger Schulen und Kindergärten
ein Schreiben an den Magistrat gerichtet und Lösungsvorschläge
unterbreitet. Als Sofortmaßnahme zur Gefahrenabwehr wird die Verlegung der
Bushaltestellen auf den Marktplatz verlangt. Stadtrat
Apel hat geantwortet, es seien so viele Interessen zu
wahren. Man müsse Geduld haben. Es sei „nicht immer sofort
eine einigermaßen befriedigende Lösung für alle Beteiligten
zu erreichen“. Was können das für Interessen sein? so
fragt sich der normale Bürger. Von Dritten veranlasste
Ortsbegehungen finden statt. Sachverständige und Verkehrsexperten
schlagen Lösungen vor und übergeordnete Instanzen wie
die Unfallkommission des Landes Hessen fordern Maßnahmen
bzw. müssen sie sogar anordnen. Die Stadt Ortenberg realisiert
sie nicht. Welche Interessen wiegen so schwer, dass man
Leben und Gesundheit unserer Kinder, Erwachsenen und alten
Menschen aufs Spiel setzt? Welche Interessen wiegen so
schwer, dass jahrelang sinnvolle Lösungsvorschläge blockiert
werden?
Welche
Interessen vertritt der Magistrat eigentlich?
Sind es Interessen des Allgemeinwohls? Oder Interessen
von Einzelpersonen? Das weitere Verhalten unserer gewählten
Volksvertreter wird diese Fragen beantworten.
Verantwortlich
im Sinne des Pressegesetzes:
Stefan Reichelt, Christina Schatz, Susanne Naumann,
Cornelia Kreher, Jürgen Langer, Hans Jörg Engfeld,
Jutta Seemann
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